Facts

Name
Andi Smart & Daniel Brose
Fangdatum
17. Juli 2014
Fischart Sonstige
Länge
50 cm
Gewässer
Irgendwo in Deutschland ;-)

My Story

Spinbait & Perakko - Da schraubt sich was durch die Republik.

 

Kurze und knackige Einleitung gibt’s hier. Ich schreib euch nun meine Begeisterung über die beiden Baits die mir in dieser Saison schon diverse Male den einzigen Fisch des Tages gebracht haben. Nachdem aber Daniel auch die eine oder andere Sternstunde erlebt hat wird er natürlich auch seinen Teil dazu beitragen.

Ein paar grobe Worte. Ich nutze den Spinbait60 sowie den Tetraworks Perakko aktuell nur am Bach um damit Forellen und Döbel zu überzeugen. Ganz zu Beginn war ich ja skeptisch, oder vielmehr belächelte ich diese Plastiksticks mit Propeller dran. Mir war die Funktionsweise nicht klar. Nach den ersten Prowürfen lichtete sich aber das Bild. Ich führte sie gegen die Strömung und es gan etliche Fehlbisse auf den Perakko. Leider kam er erst zum Saisonende, kurz vor Ladenschluss quasi und ich musste die echten Tests auf Forellen auf dieses Frühjahr verschieben. In der Zwischenzeit kam dann noch einige andere hinzu. Insgesamt befinden sich nun 6 Spinbaits & Perakkos in der Box und jeder hat mir schon Fisch gebracht. Ich hätte nie gedacht dass ein Köder, der eine so unscheinbare Aktion hat, die kleinen Propeller mal außen vor gelassen, in so kurzer Zeit den Weg in meine Stammelf quasi findet.

Die Leute die ich kenne, die ihn auch benutzen arbeiten mit ihm über die ganze Tiefe des Flusses. Ist ja dadurch eine andere Angelei als bei mir denn ich muss ihn doch recht aggressiv führen weil mein Wasserstand nicht mehr zulässt.

Bei den besten Trips dieses Jahr gab es einiges an Überraschungen.  Der erste Spot an dem ich ihn nutze ist der Einlauf in einen etwa  20m x 3m großen Pool. Dort stehen in der Minirausche immer Fische. Dort hab ich im Laufe der Zeit Barsch, Döbel, Nase, Barbe und Forelle gefangen… achso und nen Killergründling auch. Meine Combo besteht momentan noch aus ner Megabass Elese und ner CC51. Die macht sich mit beiden Ködern sehr gut und auch die Führung lässt keine Wünsche offen. Also ab mit dem Spinbait ins Wasser und direkt den Einlauf ausgefischt. Zuerst kommt keine Reaktion aber dann beim elften oder zwölften Wurf gabs einen Ruck und die Rute war krumm. Ein kleiner Döbel hat gedacht er müsse sich diesen Störenfried einverleiben. Zwar ist es kein Riese, aber für einen kleinen Bach eine annehmbare Größe. Keine zwei Würfe später  hing dann die erste Forelle der Saison am Band. Schöner aggressiver Biss. Nach kurzem lösen durfte sie wieder schwimmen, war noch fern vom Vereinsinternen Schonmaß von 40cm haha. Wollte eigentlich noch einen Spot anlaufen aber von Oben begann es zu grummeln und bevor mir der Blitz in die Rute ballert hab ichs fischen lieber abgebrochen.

Zwei Tage später war ich wieder am Bach, allerdings an einem Abschnitt weiter Oberhalb, der viel zu wenig Wasser führt und so nur einige kleine Pools übrig hatte die nicht mal mehr 40cm tief waren. Direkt der erste Wurf brachte die erste Forelle des Tage, wieder sehr klein und darum ab dafür zum weiter wachsen. Ein paar Meter weiter gabs dann Forelle 2 und 3 sowie einige Anfasser die ich nicht definieren konnte. Habe nach den letzten Erfahrungen natürlich die Widerhaken abgefeilt, andrücken war mir zu wenig und so hingen nicht alle Attacken. Etwa 30m weiter war noch ein Pool der zu einer Seite doch recht Flach ausläuft und ich warf die Kante an. Kurz angetwitcht und Bamm knallte mir etwas in die Rute. Ich dacht nun hab ich ne Nase gehakt… Aber nein, beim zweiten Sprung erkannte ich das es ne Äsche war…Äsche auf Spinbait, nicht schlecht Ich glaube ich dürfte der erste in Deutschland gewesen sein der die Erfahrung machen durfte. Sie lieferte einen beeindruckenden Kampf ab. Gar nicht zu vergleichen mit Bachforellen. Aber es wendete sich zum guten und nach einigen Sprüngen und nem 20m Spurt ergab sie sich und sie glitt in den Kescher.  Den Fisch werde ich so schnell nicht vergessen. Neuer PB in Sachen Äsche, erste Äsche auf nen Spinbait, mit Abstand der bisher schönste Fisch der Saison. Ich bin gespannt was mir dieses Spybaiting noch bringt. Ich werde drüber berichten…

 Weiter geht’s mit Kumpel Daniel, der seine ersten Würfe an einem kleinen Flüsschen in Brandenburg vollzieht. Keine Lange Story denn es geht vor der Arbeit noch schnell auf ein paar Würfe los >>> „Am Wehr geht mehr!

 Wehre sind ja unabhängig von Gewässer, Region oder Land ein Sammelpunkt für Fische aller Art, darum wollte ich nicht nur die schöne brandenburgische Landschaft im Morgennebel genießen, sondern auch mein Glück mit einigen Würfen vor der Arbeit auf Rapfen versuchen. Die üblichen Verdächtigen Topwaterbaits durchpflügten die Oberfläche Stück für Stück Meter für Meter aber nichts passierte. Ich wechselte die Köder mit doch sehr überschaubarem Erfolg, nämlich nichts. Es schien darauf hinaus zu laufen dass es an diesem Morgen eine Nullnummer geben könnte. Ich kramte in der Köderbox und da fiel mein Blick auf den „Neuen“. Der Neue war ein Spinbait 80 der erst kurze Zeit mein Gast ist und ich dachte mir, wenn schon nichts anderes funktioniert probiere ich einfach mal das Spybaiting aus. Zack Zack ging es und er hing im Snap und man sieht ihn fliegen, immer der aufgehenden Sonne entgegen.

Die kleinen Propeller drehen sich geschwind in der harten Strömung des Wehres. Ich führe den Spinbait knapp unter der Oberfläche und beim dritten Wurf, direkt an eine Strömungskante, kam der ersehnte Biss! Ein Rapfen hatte sich den Spinbait zum Frühstück einverleibt und lieferte einen schönen Drill. Nachdem der Silbertorpedo müde war, glitt er auch schon in die Maschen meines Keschers. Mit 65cm ein schöner Fische für dieses kleine Flüsschen! Die Freude über den Fisch war groß und somit ein schöner Tagesstart...den meine Uhr sagte mir....ab zur Arbeit! Resultat: Das Spybaiting hat mich überzeugt und der "Neue" wird wohl demnächst öfters seine kleinen Propeller im Wasser drehen dürfen!

Tackle

Rute
Major Craft Volkey VKC-63M
Rolle
Shimano CC51
Köder
DUO Spinbait 80