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Kurzvorstellung

Ein weiterer Angelverrückter ist Kilian. Er beangelt im Prinzip alles, was ein Raubfisch ist und zwar nicht nur in Deuschland, sondern auch beispielsweise auf den Malediven, in Schweden oder in Norwegen. Besondern die Rapfen in Baden und die Hechte haben es ihm angetan.

Interview

Seit wann angelst du schon und wie bist du dazu gekommen?
Mit sechs Jahren hab ich das Angeln begonnen, meine erste Rute war ein ausrangierter Stab eines Hebenetzes. Es wurde wahllos auf alles gefischt, was Flossen hatte und jeder noch so kleine Flossenträger zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht. Damals haben mich mein Opa und mein Vater ans Wasser begleitet und mir die Grundzüge der Passion vermittelt. Auch heute gehe ich noch gerne mit beiden zum Fischen.

Warum S.W.A.T. Fishing?
Warum also mit „Special Weapons and Tactics“ ans Wasser ziehen? Ganz einfach, unsere Gewässer unterliegen einem starken Befischungsdruck und die Bestände sind meistens allenfalls durchschnittlich. So muss man sich etwas einfallen lassen um dennoch erfolgreich zu sein.
S.W.A.T. Fishing bietet in dieser Hinsicht das passende Gerät, welches aus der Bass-Wettkampfszene in Japan stammt und zu dem fortschrittlichsten überhaupt zählt. Die Kombination der neuesten Entwicklung und Technik mit dem uralten „Hobby“ Angeln, macht für mich den Reiz aus. Zudem finde ich es wichtig mich in jeder Situation auf mein Gerät verlassen zu können.

Dein bisher schönstes Erlebnis beim Angeln?
Es gab viele schöne Erlebnisse, müsste ich mich für eins entscheiden, würde ich den Fang meines ersten großen Karpfen wählen. Mein Vater bat mich (zu dem Zeitpunkt war ich 10 Jahre alt) auf seine beiden Angeln aufzupassen, während er mit meinem kleineren Bruder etwas spazieren gehen wollte. Kaum war er weg, schon ging die Pose unter, ich schlug an und drillte einen für mich damals gigantischen Fisch. Alsbald taten mir die Arme weh, war die Rute doch fünf Meter lang und ziemlich schwer. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann mein Vater zurück und kescherte den Fisch. Es war ein gut über zehn Kilo schwerer Spiegelkarpfen, die Freude darüber, dass ich diesen nahezu selbstständig bezwungen hatte, war immens.

Wo angelst du am häufigsten?
Das wird dann wohl der Rhein in Rheinland-Pfalz sein. Ich bin aber nicht so sehr auf ein Gewässer fixiert und nutze jede sich mir bietende Gelegenheit um andere Gewässer anzutesten. Das hat neben dem Reiz des Unbekannten ebenfalls den Effekt, den anglerischen Horizont kontinuierlich zu erweitern.

Was ist der beste Ratschlag, den du je erhalten hast?
„Fish different“

Vorbilder beim Angeln?
keine

Was ist für dich das Besondere beim Angeln mit Kunstködern?
Ich finde es faszinierend Raubfische mit einem Fisch-, Krebs- oder Wurmimitat zu überlisten. Oft gilt in überfischten, klaren Gewässern, je naturgetreuer das Imitat, desto besser das Fangergebnis. Das betrifft neben den optischen Aspekten, auch Geruch und Geschmack sowie die Druckwellen, die der Köder unter Wasser aussendet. Aber auch wenn man Bisse aus Aggression oder Revierverteidigung provozieren möchte, ist man mit Kunstködern sehr variabel aufgestellt und kann sowohl zu schockfarbenen oder laut rasselden Baits greifen. Japan bietet hier mit die interessantesten und am besten gelungenen Kunstköder, mit denen auf Grund der vielfältigen Animationsmöglichkeiten auch mal die ein oder andere Beißflaute zu überbrücken ist.

Welches ist deine Lieblingsmethode?
Am liebsten fische ich Topwaterbaits. Die Attacken kommen oft sehr überraschend und sind häufig äußerst spektakulär. Bei keiner anderen Methode ist man derart „live“ dabei und dementsprechend hoch ist der Adrenalinspiegel, wenn sich beispielweise ein Rapfen mit einem Stickbait im Maul aus dem Wasser schraubt und wild schüttelnd, mit lautem Getöse wieder in sein Element eintaucht.

Wie sollte sich der Angelsport in Deutschland deiner Meinung nach verändern?
Eins ist klar, mittlerweile dient das Angeln schon lange nicht mehr dem bloßen Nahrungserwerb. Trotzdem fällt es vielen schwer umzudenken. Unsere Gewässer sind fast alle hoffnungslos überfischt und nur zu gerne wird die Schuld den Wallern, den Kormoranen, den Wollhandkrabben oder gar den Fischreihern zugeschrieben. Leider sind diese bei weitem das kleinere Übel. Deshalb wünsche ich mir für den hiesigen Angelsport, dass den Flossenträgern mit modernen Materialien und Methoden nachgestellt wird, man sich aber gleichzeitig seiner Verantwortung bewusst wird, die mit dieser Optimierung der Fangmethoden einhergeht und eine sinnvolle, gemäßigte Entnahme praktiziert.

Wo möchtest du einmal in deinem Leben angeln?
Es gibt sehr viele schöne Flecken Erde wo ich noch nicht gewesen bin und fast überall gibt es interessante Fischspezies, denen es nachzustellen lohnt. Die Andamanen stehen aber sehr weit vorne auf meiner Liste.

Eine einsame Insel und nur drei Köder, die du mitnehmen kannst. Welche wären das?
Das kommt ganz auf die dort vorkommenden Fischarten an. Dabei wäre aber sicher der OSP Dolive Craw, der Imakatsu Riprizer und der Imakatsu Huddle Swimmer.

Was ist das Nutzloseste zum Angeln, das du je gekauft hast?
Das ist schnell zu beantworten, eindeutig Fireline Crystal!

Was möchtest du sonst noch loswerden?
Nichts, danke.